<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Pressewatch &#187; MOPO</title>
	<atom:link href="http://www.pressewatch.de/tags/mopo/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.pressewatch.de</link>
	<description>wachsam  ---  kritisch  ---  kritisch</description>
	<lastBuildDate>Mon, 08 Feb 2010 12:04:04 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Rassismus in der MoPo &#8212; fast schon subtil</title>
		<link>http://www.pressewatch.de/2010/02/08/rassismus-in-der-mopo-fast-schon-subtil/</link>
		<comments>http://www.pressewatch.de/2010/02/08/rassismus-in-der-mopo-fast-schon-subtil/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 12:04:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobi Fankhänel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburger Abendblatt]]></category>
		<category><![CDATA[MOPO]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pressewatch.de/?p=159</guid>
		<description><![CDATA[Wenn im Umfeld des Musicals König der Löwen eine Straftat passiert, ist das den Hamburger Boulevardzeitungen eine Meldung wert. Eine der Hauptdarstellerinnen wurde vor einer Woche Opfer einer Gewalttat. Ihr Freund schlug sie nach einer Streiterei krankenhausreif.
Sowohl in der MoPo als auch im Abendblatt folgte Berichterstattung. Jedoch stark unterschiedlich: Das Abendblatt verfasst einen emotionalen, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn im Umfeld des Musicals <a title="Wikipedia: König der Löwen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_K%C3%B6nig_der_L%C3%B6wen_%28Musical%29">König der Löwen</a> eine Straftat passiert, ist das den Hamburger Boulevardzeitungen eine Meldung wert. Eine der Hauptdarstellerinnen wurde vor einer Woche Opfer einer Gewalttat. Ihr Freund schlug sie nach einer Streiterei krankenhausreif.</p>
<p>Sowohl in der MoPo als auch im Abendblatt folgte Berichterstattung. Jedoch stark unterschiedlich: Das Abendblatt verfasst einen emotionalen, aber seriösen und untendenziösen <a title="Abendblatt-Artikel" href="http://www.abendblatt.de/hamburg/polizeimeldungen/article1371101/Koenig-der-Loewen-Star-bewusstlos-gepruegelt.html">Artikel</a>, während die MoPo zunächst nicht an <a title="MoPo-Artikel" href="http://archiv.mopo.de/archiv/2010/20100205/hamburg/panorama/musical_star_rafiki_auf_dem_kiez_bewusstlos_gepruegelt.html">Drama</a> spart.</p>
<p>Es sei das &#8220;dritte Kapitalverbrechen&#8221; unter Beteiligung von Ensemblemitgliedern von König der Löwen. <a title="Wikipedia: Kapitalverbrechen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalverbrechen">Kapitalverbrechen</a> &#8212; das Wort scheint sich von seiner einstigen Bedeutung zu einem Sammelbegriff entwickelt zu haben, mit dem der Journalist hier Gewalttaten gleich welcher Prägung in einen Topf wirft. Eine Serie wird konstruiert, wo es keine gibt. Die beiden anderen beschriebenen Taten fanden 2002 und 2005 statt. Das Musical unterliegt einer personellen Dynamik, so dass in den Jahren seit Bestehen der Aufführung schon hunderte Mitarbeiter an der Durchführung gewirkt haben. Wenn nun drei Verbrechen, die nicht von einer Person, sondern von ausschließlich unterschiedlichen Personen begangen wurden, über das Musical in Zusammenhang gebracht werden, welche Motivation könnte dahinter stecken?</p>
<p>Ein <a title="Folgeartikel in der MoPo" href="http://archiv.mopo.de/archiv/2010/20100206/hamburg/panorama/geister_wollten_mich_bestrafen.html">Folgeartikel</a> in der MoPo lässt darüber keinen Zweifel offen: Während im ersten Text nur von einem &#8220;südafrikanischen Pass&#8221; die Rede war, werden nun Vorurteile verknüpft und in einer voraufklärerischen Boshaftigkeit einem christlichen oder religionsfernen Durchschnittsleser Ressentiments untergejubelt.</p>
<p>Die Religiosität der Darstellerin wird im vorletzten Absatz als <a title="Wikipedia: Schamanismus" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schamanismus">Schamanismus</a> bezeichnet, und ihre &#8220;merkwürdigen&#8221; Ausführungen dazu werden in einer respektlosen Weise dazu genutzt, sie als naive Abergläubige darzustellen.</p>
<p>Dies führt gedanklich auf den letzten Absatz hin, der sich in Bezug auf einen anonymen &#8220;Insider&#8221; rassistisch ausdrückt. Eingerahmt von Hinweisen auf den Lebensstil von Musicaldarstellern im Allgemeinen steht da folgender Satz über die Musicaldarsteller bei König der Löwen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Alle sind Heißblüter&#8221;, sagt ein Insider. Südafrikaner, Kubaner, Brasilianer. &#8220;Mit denen gehen schnell die Pferde durch.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das tatsächliche Problem der <a title="Wikipedia: Häusliche Gewalt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4usliche_Gewalt">häuslichen Gewalt</a>, das in vielen Beziehungen eine Rolle spielt, wird damit in den Kontext der ethnischen Herkunft abgeschoben. Gerade dieser fast subtile Menschenhass ist ein bedenkliches Phänomen in Boulevardzeitungen. Wenn Klischees stumpf und offen bedient werden, fällt das den meisten Lesern hoffentlich noch auf. Aber wo nur in kurzen Zwischensätzen eine rassistische Grundstimmung erzeugt wird, ist Rassismus wirklich gefährlich.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pressewatch.de/2010/02/08/rassismus-in-der-mopo-fast-schon-subtil/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zur Eröffnung Sonntagsbraten</title>
		<link>http://www.pressewatch.de/2009/01/25/zur-eroffnung-sonntagsbraten/</link>
		<comments>http://www.pressewatch.de/2009/01/25/zur-eroffnung-sonntagsbraten/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Jan 2009 19:57:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobi Fankhänel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Treibhausgase]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[AFP]]></category>
		<category><![CDATA[AP]]></category>
		<category><![CDATA[BZ]]></category>
		<category><![CDATA[Mainpost]]></category>
		<category><![CDATA[MOPO]]></category>
		<category><![CDATA[n-tv]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinische Post]]></category>
		<category><![CDATA[Süddeutsche]]></category>
		<category><![CDATA[wir-klimaretter.de]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pressewatch.de/?p=54</guid>
		<description><![CDATA[Mit einem Interview, das der Präsident des Umweltbundesamtes Andreas Troge der Berliner Zeitung (BZ) diese Woche gegeben hat, sieht die fleischproduzierende Landwirtschaft sich wieder einmal an den Pranger der Tagesaktualität gestellt. Eine Zusammenfassung des Interviews findet sich hier.
Natürlich hat ein Gegenkommentar des Bauernverbands nicht auf sich warten lassen (siehe Agence France Presse (AFP), dritter Absatz). [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 478px"><a href="http://www.pressewatch.de/images/kuh.jpg"><img title="Kuh" src="http://www.pressewatch.de/images/kuh.jpg" alt="Andreas Troge bezeichnet wiederkäuende Rinder als Klima-Killer (Foto © Cornerstone / PIXELIO)" width="468" height="351" /></a><p class="wp-caption-text">Andreas Troge bezeichnet wiederkäuende Rinder als Klima-Killer (Foto © Cornerstone / PIXELIO)</p></div>
<p>Mit einem Interview, das der Präsident des Umweltbundesamtes <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Troge">Andreas Troge</a> der Berliner Zeitung (BZ) diese Woche gegeben hat, sieht die fleischproduzierende Landwirtschaft sich <a href="http://www.wir-klimaretter.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=1403&amp;Itemid=256">wieder einmal</a> an den Pranger der Tagesaktualität gestellt. Eine Zusammenfassung des Interviews findet sich <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0122/politik/0053/index.html">hier</a>.</p>
<p>Natürlich hat ein Gegenkommentar des Bauernverbands nicht auf sich warten lassen (siehe <a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hP62SIP43MjeLKeDXRzIXv46NGkg">Agence France Presse (AFP)</a>, dritter Absatz). Etwas irreführend titelt die <a href="http://www.mainpost.de/lokales/hassberge/Merkel-Rinder-sind-keine-Klimakiller;art1726,4942110">Mainpost</a>: &#8220;Merkel: Rinder sind keine Klimakiller&#8221;. Klaus Merkel, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes, wirkt mit seinem Vornamen vielleicht nicht so interessant wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Angela_Merkel">ohne</a>.</p>
<p>Was habe ich zu meckern? Überraschenderweise berichtet die Presseagentur AFP beschönigend über die deutsche Landwirtschaft, indem sie Andreas Troge unvollständig wiedergibt.</p>
<p>Herr Troge spricht in der BZ davon, dass die deutsche Landwirtschaft, insbesondere die Fleischproduktion, für knapp <em>sieben</em> Prozent der Treibhausemissionen in Deutschland verantwortlich sei. So weit sind sich AFP und BZ einig.</p>
<p>Im weiteren betont Troge allerdings in der BZ, dass unter Einbeziehung weiterer Emissionsursachen der Landwirtschaft <em>fünfzehn</em> Prozent der Emissionen angelastet werden können. Davon bei AFP kein Wort. Im Gegenteil wird durch die AFP-Formulierung &#8220;Er hob hervor, dass nach Berechnungen seiner Behörde die deutsche Landwirtschaft für knapp sieben Prozent aller Treibhausgasemissionen in Deutschland verantwortlich sei.&#8221; aus meiner Sicht dem Zahlenwert &#8217;sieben Prozent&#8217; eine zusätzliche Definitivität zugeeignet.</p>
<p>Weiterhin wird in dem nur vier Absätze umfassenden AFP-Beitrag das Zitat des Bauernverbandspräsidenten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerd_Sonnleitner">Gerd Sonnleitner</a>, der Aufruf sei &#8220;billige Effekthascherei&#8221;, gleich zweimal genannt. Zum Abschluss präsentiert die AFP eine Gegenäußerung Sonnleitners, <em>Rinder</em> trügen lediglich zwei Prozent zu den deutschen Schadstoffemissionen bei. Soll hier der Leser davon abgelenkt werden, dass die Erzeugung von Rinderfutter auch klimaschädlich sein kann? Oder gar, dass in der Landwirtschaft nicht nur Rinder gezüchtet werden, sondern auch Schweine, Geflügel, Schafe&#8230;?</p>
<p>Die AFP-Konkurrenz von der Associated Press (<a href="http://www.pr-inside.com/de/umweltbundesamt-raet-zum-fleischverzicht-r1020158.htm">AP</a>) bringt lediglich einen geringfügig umkonjunktivierten Auszug aus dem oben verlinkten BZ-Artikel.</p>
<p>Die AFP-Schreibweise wurde anscheinend kaum aufgegriffen: So beschränken sich sowohl <a href="http://www.rp-online.de/public/article/wissen/umwelt/663967/Umweltbundesamt-raet-zum-Verzicht-auf-Fleisch.html">RP-Online</a> als auch <a href="http://www.n-tv.de/1089887.html">n-tv</a> auf bloße Wiedergabe der höheren Zahl, fünfzehn Prozent.</p>
<p>Auch das Internetmagazin <a href="http://www.wir-klimaretter.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=2275&amp;Itemid=148">Wir-Klimaretter.de</a> redet ausschließlich von fünfzehn Prozent der Treibhausgasemissionen. Außerdem wird dem Bauernverband unterstellt, er rechne in Sachen Klima &#8220;etwas anders&#8221;.</p>
<p>Mirja Kuckuk schreibt für <a href="http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/161/455834/text/">sueddeutsche.de</a> gleich einen doppelseitigen Artikel, in welchem sie darauf hinweist, dass die Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft weltweit sogar die des Transportwesens überträfen. Außerdem macht sie am Ende des Artikels ihren Lesern Fleischverzicht im Kleinen schmackhaft &#8211; ein vegetarischer Tag pro Woche bringe laut niederländischer Planungsbehörde für Umwelt und Natur (MNP) bereits etwas für den persönlichen CO2-Fußabdruck.</p>
<p>Stilgemäß etwas plakativer aber auch recht ausführlich stellt die Boulevardzeitung <a href="http://archiv.mopo.de/archiv/2009/20090123/hamburg/politik/praesident_des_umweltamtes_will_uns_das_fleisch_vermiesen.html">Hamburger Morgenpost </a><a href="http://archiv.mopo.de/archiv/2009/20090123/hamburg/politik/praesident_des_umweltamtes_will_uns_das_fleisch_vermiesen.html">(MOPO)</a> den Verhalt dar. Der Titel ist (ironisch?) subjektiv, er lautet &#8220;Präsident des Umweltamtes will uns das Fleisch vermiesen&#8221;. Das Umweltbundesamt wird zu irgendeinem Umweltamt degradiert. Sind lange Wörter in Überschriften unsexy?</p>
<p>Außerdem lese ich einen angedeuteten Fehler bei der MOPO, der mir schon häufiger in anderen Blättern aufgefallen ist: &#8220;Dabei sind es nicht nur die pupsenden Kühe mit ihrem Methanausstoß, die das Klima erheblich belasten.&#8221; Für den Methanausstoß sind nicht etwa Pupse hauptverantwortlich, sondern Rülpser. Das kann man zum Beispiel <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Enteric_fermentation">in der englischen Wikipedia</a> nachlesen.</p>
<p>Die einseitigste Berichterstattung hat für meinen Geschmack die Mainpost mit ihrem oben bereits verlinkten Artikel gebracht: Der Artikel, auf mainpost.de der einzige zum aktuellen Thema, ist allein aus Sicht des Bayerischen Bauernverbandes geschrieben.</p>
<p>(Foto: <a href="http://www.pixelio.de">PIXELIO</a>)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pressewatch.de/2009/01/25/zur-eroffnung-sonntagsbraten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
